Kombinierte Darlehen

Veröffentlicht am 28.01.2009 um 09:14 Uhr

Ein kombiniertes Darlehen setzt sich aus zwei verschiedenen Darlehensarten zusammen.Hierbei wird ein Festzinsdarlehen mit einem variablen Darlehen verknüpft. Deshalb werden diese Mischdarlehen auch teilvariable Darlehen genannt. Wie hoch dabei welcher Anteil ist hängt vom Kreditgeber und der Verhandlungsstärke des Kreditnehmers ab. Dabei bietet es neben Zinssicherheit auch gleichzeitige Flexibilität. Wenn allerdings die Zinsen steigen, dann verteuert sich der variable Teil des Kredites. Problematisch wird dies, wenn diese Situation nicht eingeplant wurde, dadurch die Rate nicht mehr beglichen werden kann und somit die gesamte Finanzierung erheblich gefährden kann.

Geeignet ist dieser Kredit insbesondere für diejenigen, die in Zukunft mit zusätzlichen Einnahmen, aus Gehaltserhöhungen, Schenkungen oder einem Erbe, erwarten. Damit können dann Sondertilgungen vorgenommen werden und erhebliche Zinskosten eingespart werden. Interessant ist dieser Kredit auch für jene, die mittelfristig mit sinkenden Zinsen rechnen und bereit sind die Bauzinsentwicklung Monat für Monat im Auge zu behalten.


 

Beispiel zu Sicherheit und Flexibilität

Veröffentlicht am 28.01.2009 um 09:12 Uhr

Familie Müller möchte sich ein Haus in Berlin kaufen, welches 150.000€ kosten soll. 20.000€ Eigenkapital hat Familie Müller bereits angespart und somit müssen nur noch 130.000€ über ein Immobilienkredit finanziert werden. Bei einem Familientreffen erfährt nun Herr Müller, dass seine Mutter ihm in absehbarer Zeit eine Schenkung, in Höhe von 30.000€ seines zu erbenden Anteils, machen wird. Wenn die Familie sich nun entscheidet 40.000€ über ein variables Darlehen zu finanzieren, können sie diese zusätzlichen Einnahmen in Form von Sondertilgungen in den Schuldenabbau des variablen Teils der Kreditfinanzierung investieren. Selbst wenn die Zinsen steigen sollten, haben sie durch die Sondertilgung tausende Euro Zinsen gespart. Die restlichen 90.000€ finanzieren sie dann über ein normales Annuitätendarlehen mit einer Zinsbindung bei niedrigen Zinsen von mindestens 20 Jahren. Bei einem besonders niederigen Zinssatz kann ruhig auch eine höhere Tilgungssatz vereinbart werden, um so schneller ist der Kredit zurück bezahlt und umso weniger Kosten fallen an. Über die 20 Jahre hat nun Familie Müller Zinssicherheit und da sie mit keinen weiteren Einnahmen rechnen, können sie das Annuitätendarlehen genau an ihre monatlichen Bedürfnisse anpassen.


 

Festzinsdarlehen – variables Darlehen

Veröffentlicht am 28.01.2009 um 09:10 Uhr

Festzinsdarlehen

~ sind Darlehen mit einem festen Zinssatz. Wie lange ein Zinssatz für ein Darlehen gilt hängt von der Zinsbindung ab. Diese können zwischen einem Jahr und dreißig Jahren variieren.

~ ist immer eine Art Annuitätendarlehen mit gleich bleibenden Monatsraten. Das ist auch der größte Vorteil des Festzinsdarlehen, dadurch hat dieses Darlehen eine Kalkulations- und Planungssicherheit. Nach dem Ende der Zinsbindung ist man meistens noch nicht schuldenfrei, dass heißt es folgt eine Anschlussfinanzierung. Eine lange Zinsbindung sollte man immer wählen, wenn die Zinsen besonders niedrig sind, da hier in Zukunft mit steigenden Zinsen gerechnet werden muss. Sind die Zinsen hoch, sollte man dagegen nur eine kurze bis keine Zinsbindung wählen. Der größte Nachteil ist hier, dass das Darlehen nicht zwischenzeitlich zurückgeführt werden kann. Sie erkaufen sich also die Planungssicherheit mit Unflexibilität. Für eine vorzeitige Ablöse des Kredites muss meist eine Vorfälligkeitsentschädigung erfolgen, trotz dessen sind die Kreditinstitute nicht verpflichtet der Ablöse zuzustimmen.

Laut Gesetz kann ein Kredit allerdings nach 10 Jahren Laufzeit ohne Angaben von Gründen gekündigt werden, auch wenn die Zinsbindung länger vereinbart wurde.

 

Variables Darlehen

~ verdanken ihren Namen ihren Zinskonditionen, die sich alle 3 bis 6 Monate ändern können. Der Vorteil dabei ist, dass jeweils zum Zinsanpassungstermin das Darlehen teilweise oder komplett getilgt werden kann. Die zu zahlende Rate enthält meist nur den Zinsanteil und die Tilgung kann separat dazu erfolgen in einer beliebigen Höhe. Das ist auch der Vorteil, man ist die ganze Zeit völlig flexibel aber dadurch auch einem höherem Risiko von steigenden Zinsen ausgesetzt.Der Zinssatz richtet sich nach dem Leitzins der Zentralbank.

 

 


 

KfW-Kombi-Darlehen

Veröffentlicht am 28.01.2009 um 09:08 Uhr

Hierbei handelt es sich um eine Kombination von KfW-Programmen mit einem vergünstigten Annuitätendarlehen. Dabei erhält der Bauherr ein Darlehen mit günstigeren Zinsen von bis zu 0,2 % unter den Marktüblichen Konditionen. Das ist möglich, da durch den Förderanteil der KfW Bank der Beleihungsaufwand gedrückt wird. Der Nachteil bei dieser Kombination ist allerdings, dass hier nur Zinsbindungsfristen bis 15 Jahren angeboten werden. Wer also eine Immobilie zur Eigennutzung bauen oder erwerben möchte sollte das KfW-Kombi-Darlehen unbedingt in Betracht ziehen.